finance & politics

Das Kino entdeckt die Geschichte

Nach „Lincoln“, „Iron Lady“, „Hannah Arendt“ und „J Edgar“ (FBI-Gründer) kommt mit „Walesa – Man of Hope“ erneut ein Film über bedeutende politisch-historische Ereignisse und ihre politischen Akteure in die Kinos. Im Gegensatz zu allen anderen lebt der Friedensnobelpreisträger Walesa, der im Laufe der Jahre zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhielt, noch. Ob der Film, der in Venedig Premiere feiert und außerdem in den USA und Polen gezeigt wird, in Deutschland ausgestrahlt wird, kann ich nicht sagen. Vermutlich nur in einigen wenigen Spezialkinos.

Die dem Film zugrunde liegende historische Solidarnosc-Bewegung, die ein Markstein auf dem Weg zu einem von den Fesseln des Kommunismus befreiten Europa war, zeigt vor dem Hintergrund der blutigen Kriege und Revolutionen in der arabischen Welt (Syrien, Lybien, Tunesien, Ägypten), wie viel Glück wir in Europa am Ende des Kalten Krieges und mithin am Ende des 20. Jahrhunderts hatten. Insbesondere zeigen die historischen Umbrüche in Osteuropa jedoch, dass politisch-wirtschaftliche Transformationsprozesse, mutig angegangen und geordnet durchgeführt zu mehr Wachstum und Wohlstand führen. Kein Mensch wird ernsthaft bestreiten können, dass es den Menschen in den osteuropäischen Ländern vielleicht mit Ausnahme Weißrusslands heute besser geht als vor 20-30 Jahren, respektive vor 33 Jahren, als die Solidarnosc-Bewegung auf den Tag genau heute gegründet wurde.

Regisseur des Films ist übrigens Andrzej Wajda. Der polnische Filmmacher und Oscar-Preisträger hat sich im Laufe der Jahrzehnte einen Namen als Produzent und Regisseur historischer Filme gemacht. Den Film Katyn möchte ich hier beispielhaft erwähnen.

 

 

Derweil feierte ein anderer ebenfalls polnisch-stämmiger Regisseur neulich seinen 80. Geburtstag. Es ist niemand Geringeres als Roman Polanski, den Filmexperten auf dem Höhepunkt seines filmischen Schaffens sehen. Der Oscar-Preisträger machte sich in den vergangenen Jahren mit dem Holocaust-Drama “Der Pianist” und intellektuell anspruchsvollen Filmen wie “Carnage” in Hollywood und darüber hinaus unvergesslich.

 

 

Bildgewaltig ist auch, rein anhand des Trailers bewertend, der Film “Stalingrad” über die berühmte Schlacht, die den Großen Vaterländischen Krieg entschied. (Wer wissen will welche Verbrechen die Rote Armee im Großen Vaterländischen Krieg beging, der sollte sich den Oscar-nominierten Film Katyn ansehen, s.o.) Ob der Film vom Kreml (mit-)finanziert wurde, ist mir nicht bekannt. Jedoch ist es vorstellbar, wenn man bedenkt, dass Putin mit seiner Sportpolitik eindeutig eine Imagepflege betreibt.

 

 

Ein großer TV-Erfolg war Anfang des Jahres das Weltkriegsdrama “Unsere Mütter, unsere Väter”, eine Produktion des ZDF. Jedoch wurde der Film, der im Inland auf Begeisterung stieß, im Ausland, insb. in Polen, aber auch in Russland, zum teil heftig kritisiert.

 

 

Beeindruckend ist auch der Film-Trailer zu “In Darkness”, der 2012 für den Oscar in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films nominiert war.

 

 

Fazit: Einige der von mir in diesem Blog-Artikel vorgestellten Filme habe ich gesehen, aber längst nicht alle. Dafür fehlt mir schlichtweg die Zeit. Trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass in der jüngeren Vergangenheit so viele Filme historisch-politische Ereignisse und Persönlichkeiten aufgegriffen haben. Gerade solche Filme wie Stalingrad (russische Produktion), Unsere Mütter, unsere Väter (deutsche Produktion), Walesa (polnische Produktion), aber auch die amerikanischen Filme zeigen, dass für Filme, die historische Ereignisse den heutigen Generationen näher bringen sollen, weder Kosten noch Mühen gescheut werden. Das ist auch alles unproblematisch, jedenfalls solange die Politik das Filmgewerbe nicht zu Propagandazwecken missbraucht.

1 Antwort to “Das Kino entdeckt die Geschichte”

  1. This is a really cool webisite that I found online.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Designed by Elegant Themes