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Türkei, Russland & Co. – Wo sind die Grenzen der EU?

Auf den Nachrichtenportalen wird die Meldung verkündet, dass die EU neue Verhandlungskapitel hinsichtlich des EU-Beitritts der Türkei eröffnen wird.

Da stellt sich die Frage, ob das richtig ist, und wenn ja, wo denn in geografischer und und kultureller Hinsicht die Grenzen Europas liegen?

Einige Gedanken möchte ich an dieser Stelle formulieren und in einer pro und contra – Aufstellung die Argumente diskutieren, ein Land aufzunehmen oder eben nicht.

Türkei:

Die Türkei ist ein großes Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Die Bevölkerung ist überwiegend muslimisch geprägt. Mit den Kurden und den Alewiten gibt es zwei weitere ethnisch-religlöse Minderheiten, mit denen es immer wieder Probleme gibt. Doch werden diese Probleme angesprochen, dann kommt es immer wieder zu Konflikten des Staates mit Grundrechten wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit etc. Nichtsdestotrotz sollte die Türkei meiner Meinung nach, vorausgesetzt die Menschenrechte werden beachtet, über kurz oder lang aufgenommen werden. Zum einen leben über ganz Europa verstreut Millionen Türken , die das Leben hier bereichern und mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen. Es sind diese Menschen, die außerdem eine Verbindung zu einem muslimisch geprägten Land herstellen, das als Anker in einer instabilen Region verstanden werden muss, trotz aktuell wieder eskalierender Proteste rund um den Gezi-Park. Kritische Stimmen dürfen jedoch nicht überhört werden.

Russland:

Das größte Land der Erde hat gewaltige Rohstoffvorkommen. Seit jeher sind gute wirtschaftliche Beziehungen zu dem riesigen Land von strategischem Interesse für Europa. Allerdings gibt es gewaltige Demokratiedefizite, die ich in diesem Blog immer wieder angesprochen habe. Auch ist das Interesse des Kremls an einem Beitritt Russlands in die EU nicht vorhanden. Unvorstellbar ist es seitens Moskaus sich in innere Angelegenheiten von außen, in dem Fall aus Brüssel, hereinreden zu lassen. Davon abgesehen sprechen die intransparenten Geschäfte von Gazprom und Rosneft gegen eine Aufnahme in die EU. Auch stünden Schadensersatzzahlungen für größtenteils nicht aufgearbeitete Verbrechen der Sowjetunion auf der Agenda der Aufnahmeverhandlungen. Hier ist jedoch mit einem klaren Niet! Moskaus zu rechnen.

Ukraine – andere Sowjetrepubliken

Nach der Implosion der Sowjetunion entstanden zahlreiche neue Staaten. Estland, Lettlan, Litauen sind bereits EU-Mitgliedsstaaten. Vorstellbar wäre es nun, die Ukraine aufzunehmen. Jedoch zeigt der Fall der ehemaligen Regierungschefin Tymoshenko, dass die Ukraine weit weg von rechtsstaatlichen Verfahrensvorgängen ist. Nichtsdestotrotz setzt sich Polen für eine Aufnahme der Ukraine in die EU ein.

Kroatien

Die Aufnahme steht unmittelbar bevor.

Serbien – ehemaliges Jugoslawien

Vorstellbar ist eine Aufnahme weiterer Staaten des südosteuropäischen Balkans. Wie die Fälle Bulgarien und Rumänien zeigen – Korruption, Menschenhandel etc. blühen weiterhin – sollte man sich hier nicht sputen.

Israel – arabische Mittelmeeranrainerstaaten

Israel ist ein demokratischer Fels in der Brandung, keine Frage. Ganz anders sieht es bei den destabilen arabischen Mittelmeeranrainerstaaten aus. Eine Aufnahme ist schon allein aus geografischer Sicht nicht vorstellbar.

1 Antwort to “Türkei, Russland & Co. – Wo sind die Grenzen der EU?”

  1. Sanae sagt:

    Ach jetzt weidf ich was du meinst :) Wegen Makro-Fotos.. Ich mneite aber eher wegen dem Motiv (SR) ;) Aber die genannten Linsen sehen wirkltich gut aus, werd mir wohl mal eine besorgen. Nie verkehrt nen paar auf Lager zu haben (neben Graufilter usw)

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